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Regierung will illegale Kliniken schließen

Privaten Einrichtungen fehlt es an Fachkräften und Infrastruktur

krankenhaus_lomie_hintenDie Regierung in Kamerun will mehr als 524 medizinische Ausbildungszentren und 600 private Kliniken schließen, die nicht vom nationalen Ärzterat zugelassen sind. „Wir haben damit begonnen, Ordnung in den unkontrollierten medizinischen Sektor zu bringen“, versichert Biwole Sida, nationaler Inspekteur im Gesundheitsministerium.

Den meisten privaten Einrichtungen fehle es an Fachkräften und der richtigen Infrastruktur, um als reguläre Ausbildungszentren oder Krankenhäuser durchzugehen. Sida zufolge wäre es fahrlässig, die Zentren auch weiterhin ungehindert schalten und walten zu lassen. Sie seien für unzählige Behandlungsfehler, Todesfälle und Gesundheitsschäden verantwortlich.

Auch in dem Studentenviertel Bonamusadi in der kamerunischen Hauptstadt Jaunde gibt es eine solche Einrichtung, die sich durch ein vielfältiges Leistungsangebot auszeichnet. Unter anderem behandelt das Krankenhaus Schwangere und Kinder. Bis vor kurzem verfügte es über eine Notaufnahme, die jedoch geschlossen wurde. „Seit die Regierung vorhat, private Kliniken zu schließen, arbeiten wir nur noch nach Terminabsprache“, berichtet Helen Evinga, eine Mitarbeiterin.

François Penda ist Arzt in der Notfallaufnahme des Jaunde-Zentralkrankenhauses. Die umstrittenen privaten Gesundheitseinrichtungen zu schließen, hält er für eine gute Idee. „Die meisten Patienten, die bei uns halbtot eingeliefert werden, haben eine Odyssee durch die kleinen Privatzentren hinter sich“, sagt er und betont, wie wichtig es sei, Patienten eine professionelle Hilfe anzubieten.

Hohe Kosten an staatlichen Kliniken

Doch Privatanbieter wenden ein, dass sie sich als kostengünstige Alternativen zu den teuren staatlichen Kliniken etabliert hätten. So erklärte Maxwel Fonyu, ein Laborant und Leiter eines kleinen Krankenhauses in Jaunde, dass diese gar nicht in der Lage seien, Patienten aller Schichten zu behandeln. „Zudem ist der Andrang so groß, dass sie nicht die Versorgung erhalten, die sie brauchen.“

Wie er erläutert, verlangt seine kleine Klinik für einen Malaria-Test einen US-Dollar. Die öffentlichen Einrichtungen hingegen forderten für die gleiche den zehnfachen Betrag. „Außerdem verschreibe ich den Menschen wirksame Medikamente, die auch bezahlbar sind.“

Bidjogo Atangana, Generalsekretär vom Nationalrat für Medizin, macht die Regierung für die Existenz der vielen illegalen und technisch unterversorgten Kliniken verantwortlich. Diese habe den Sektor vor zwei Jahrzehnten liberalisiert. In Zuge dieser Öffnung habe man die Gründung von Gesundheitszentren als Non-Profit-Gemeinschaftsinitiativen (CIG) erlaubt und damit das Problem potenziert.

Etienne Tsou von der medizinischen Fakultät der Katholischen Universität gibt zu bedenken, dass Kamerun an einem Fachkräftemangel leide. Diesem Umstand zum Trotz müsse sichergestellt werden, dass Menschen nicht die Dienste von Scharlatanen annehmen müssten. Laut Tsou gibt es viele qualifizierte Ärzte in Kamerun. Das Problem sei nur, dass sie in anderen Weltregionen besser bezahlt würden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums praktizieren derzeit gut 5.000 kamerunische Ärzte im Ausland.

Hälfte der Mediziner praktiziert nicht

Laut Tetanye Ekoe, dem Vizevorsitzenden des Nationalen Ärzteverbands, gib es in dem westafrikanischen Land derzeit 4.200 ausgebildete Ärzte. Doch nur die Hälfte übt den Beruf auch aus. Von der anderen Hälfte bekleiden 1.000 Verwaltungsposten im Gesundheitsministerium. Die restlichen 1.100 sind entweder am Institut für Medizin und biomedizinische Wissenschaften an der Universität von Jaunde I oder für Nichtregierungsorganisationen und im Privatsektor beschäftigt.

Mehr als 500 Kameruner schließlich jährlich ein Medizinstudium ab, 5.000 qualifizieren sich in dem 21 Millionen Einwohner zählenden Land als Pflegekräfte. Der Mangel an Gesundheitspersonal macht es dem westafrikanischen Land fast unmöglich, die Zielvorgabe der Weltgesundheitsorganisation von einem Arzt pro 10.000 Menschen zu erreichen. Ekoe zufolge liegt das Verhältnis im fernen Norden und in den Ostprovinzen bei eins zu 50.000.

Quelle: http://www.afrika.info/

CEFOMEC Krankenhaus nicht betroffen

In dem in Bau befindlichen Krankenhaus von CEFOMEC werden selbstverständlich nur qualifizierte Mediziner aus Kamerun arbeiten. Damit schafft CEFOMEC auch Arbeitsplätze in dem strukturschwachen Gebiet rund um Lomié. Von einer etwaigen Schließung wäre das Krankenhaus von CEFOMEC nicht betroffen.

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